Kaninchenhaltung: Kaninchenstall oder Freilaufgehege?

Kaninchenhaltung: Kaninchenstall oder Freilaufgehege?

Die Haltung von Kaninchen ist unkompliziert und lässt sich mit wenigen Handgriffen artgerecht gestalten. Die niedlichen Nager sind in Deutschland beliebte Haustiere. Welche Vorteile die verschiedenen Formen der Haltung im Stall und im Freilaufgehege bieten, erfahren Sie hier.

Vor- und Nachteile des Kaninchenstalls

Kaninchen im Stall zu halten ist unproblematisch und für die Tiere überaus komfortabel, soweit man sich beim Kaninchenstall kaufen an wenige Regeln hält. Ein gut ausgestatteter, sauberer Stall bietet den kleinen Nagern alle Möglichkeiten, die sie brauchen.
Auch für Kaninchenhalter verspricht der Stall einige Vorteile.

Zum einen sind Ställe einfach zu reinigen und ermöglichen so eine hygienische, gesunde Haltung der Tiere. Auch sind Kaninchenställe sicher, sie gewährleisten Schutz gegen Fressfeinde wie Katzen oder Raubvögel, gleichzeitig ist es für die Tiere schwierig, zu entlaufen. Die Gestaltungsmöglichkeiten in einem Kaninchenstall sind weitreichend, Fachmärkte bieten zahlreiche Elemente an, mit denen sich ein spannendes und tiergerechtes Umfeld für die possierlichen Nager gestalten lässt.

Nachteile der Haltung in einem Stall sind eventueller Platzmangel und damit verbundener Bewegungsmangel. Wasser, Futter und der Gesundheitszustand der Tiere müssen in einem Stall gegebenenfalls häufiger kontrolliert werden, im Gegenzug eröffnen sich jedoch auch mehr Eingriffsmöglichkeiten in Form von Reinigung und Umgestaltung des Kaninchenstalls.

Vor- und Nachteile von Freilaufgehegen

Wer in seinem Zuhause Platz für ein Freilaufgehege hat, kann auch diese Variante der Kaninchenhaltung in Erwägung ziehen. Hier haben die Tiere meist mehr Auslauf, können sich unter Umständen eigenes Frischfutter suchen und in einer natürlicheren Umgebung leben.
Die für den Menschen vermeintlich romantischere Haltung im Freien birgt jedoch auch Probleme und Gefahren.

Raubtiere können deutlich einfacher eindringen. Außerdem graben Kaninchen von Natur aus gerne in der Erde und können sich so, gewollt oder ungewollt, einen Gang ins Freie schaffen. Die Struktur des Außengeheges sollte deshalb in die Erde hinein reichen oder über einen künstlichen Boden verfügen.
Die Fluchttiere sind im Freien auf besonderen Schutz durch Häuschen oder andere Verstecke angewiesen. Das verhindert nicht nur Stress durch Panik, sondern bietet auch Schutz vor Regen und Kälte – jedoch nur bedingt. Vor allem im Winter ist ein Außengehege sehr problematisch. Die für die private Kaninchenhaltung üblichen Rassen können tiefen Temperaturen und Nässe häufig nicht standhalten.

Fazit

Beim Kaninchenstall kaufen sollte man auf die Anforderungen der Kaninchen und auf die Möglichkeiten des eigenen Zuhauses achten.

Ideal ist eine Mischung aus beiden Varianten der Haltung: Neben einem Stall sollte ein kleines Außengehege vorhanden sein, in welchem die kleinen Nager bei gutem Wetter tagsüber einige Stunden verbringen können, während man sie nachts im Stall in Sicherheit wägt.